Saftpresse – die 5 wichtigsten Eigenschaften

Was ist eine Saftpresse

Diese Saftpresse kennt jeder. Orange oder Zitrone in 2 Hälften schneiden und mit der Hand pressen. Mittels Druck läuft der Saft in die Schale. Nachteil ist die geringe Saftausbeute, grobes Fruchtfleisch im Getränk oder Obstsalat und die Sauerei die man dabei hinterlässt.

Oma war da schon etwas fortschrittlicher und nutzte eine Zitronenpresse. Ausgestattet mit einem groben Sieb und einer Form um die Hälften effizienter auszupressen mit weniger Sauerei.

Heute nutzen Saftpressen das gleiche Prinzip: Mit Druck von außen den Saft aus der Frucht pressen. Dabei unterscheiden sich die Geräte grob in die manuelle Saftpresse und die elektrische Saftpresse. Die elektrischen Saftpressen werden dann in Zentrifuge und Schnecke unterteilt.

Saftpressen nennt man auch Entsafter

Auspressen kann man jede Frucht oder Gemüse, es kommt auf den Saftanteil und die Härte an. Zitrusfrüchte speichern viel Wasser, darum benötigt man für Orangensaft relativ wenige Früchte. Tomaten sind ebenfalls sehr reichhaltig an Saft, genauso wie Melonen. Möhren besitzen ebenfalls einen hohen Wasseranteil aber auch eine harte Schale. Hier benötigt man mehr Druck, sprich mehr Muskelkraft oder bei elektrischen Saftpressen mehr Watt. 100g Möhren enthalten mindestens 80g Wasser.

Die Vielseitigkeit der Saftpressen zeigen die Rezepte für Säfte zum Backen und kochen. Ebenfalls kann man den Trester, der ausgepresste Rest, weiterverwenden um z.B. gefüllte Frucht-Muffins zu backen.

Auch im Netz gibt es viele kostenlose Rezepte wie z.B. Trester-Rezepte bei Chefkoch oder Säfte bei Pinterest.

Natürlich könnte man auch Kräuter und andere harte Zutaten pressen. Für diese Zutaten gibt es die Hochleistungsmixer oder Smoothiemixer.

Die 5 wichtigsten Eigenschaften der Saftpresse

Welche wichtigen Eigenschaften Saftpressen besitzen beschreiben wir jetzt hier. Anhand dieser Eigenschaften findet man seine passende Saftpresse.

Manuelle Saftpresse

Die manuelle Saftpresse arbeitet mit Muskelkraft. Obst oder Gemüse in benötigter Größe für die Presse vorschneiden und auspressen. Manuelle Pressen eignen sich für Wenignutzer oder Personen die besonderen Wert auf das schonende Pressverfahren ohne Schaum Wert legen. Wenignutzer deshalb, weil jede Fruchthälfte separat eingelegt, gepresst und entsorgt werden muß. Vorteil der manuellen Saftpresse ist der geringere Preis und Langlebigkeit.

Elektrische Saftpresse mit Zentrifuge: Zentrifugenentsafter

Die Zutaten werden von Oben in die Saftpresse gegeben. In der Mitte rotieren Messer oder eine Raspel mit hoher Geschwindigkeit und zerkleinert die Zutaten. Durch die Drehgeschwindigkeit, die Zentrifugalkraft, wird der Saft vom Rest getrennt.

Vorteile der Zentrifugalentsafter:

  • Günstiger in der Anschaffung
  • Verarbeiten sehr schnell größere Mengen
  • Optisch schöner

Nachteile:

  • Der Saft enthält viel Luft, Oxidation
  • Arbeiten sehr laut
  • Viele Kleinteile zum Reinigen

Das Hauptproblem der Zentrifuge ist der hohe Luftanteil im Saft. Luft läßt die Nahrungsmittel oxidieren, dadurch werden wichtige Vitamine und Nährstoffe zerstört. Außerdem sieht das ganze nach einiger Zeit nicht mehr sehr ansehnlich aus. Beispiel Apfel oder Banane: Wenn man die Schale entfernt nimmt das Obst in kürzester Zeit braune Farbe an, es oxidiert.

Zusätzlich sorgt die Reibung der Messer oder Raspel in der Saftpresse für Wärme. Und Wärme ist Feind Nummer 2 für Vitamine. Bei der Herstellung des Saftes werden Vitamine zerstört.

Elektrische Saftpresse mit Schnecke: Die Slow Juicer Entsafter

Auch hier werden die Zutaten von Oben vorgeschnitten in die Saftpresse gegeben. Anschließend presst eine Schnecke oder gegenläufige Walzen die Zutaten.

Schnecke einer Slow Juicer Saftpresse
Schnecke einer Slow Juicer Saftpresse.

Vorteile der Slow Juicer:

  • Höherer Saftertrag
  • Vitamine und Nährstoffe bleiben erhalten
  • Arbeiten leiser als die Zentrifugensysteme
  • Wenig Luft oder Schaum im Saft, weniger Oxidation

Nachteile:

  • Höherer Anschaffungspreis
  • Arbeiten langsamer als Zentrifugenpressen

Slow Juicer pressen die Zutaten schonend und erhalten damit die Vitamine und Nährstoffe. Dafür benötigen diese Geräte Zeit weshalb sie auch langsamer arbeiten als die Zentrifugenentsafter.

Die Größe des Saftbehälters und Tresters

Saftpressen bestehen aus der Presse selbst, einem Behälter für den gepressten Saft und dem Tresterbehälter. Als Trester bezeichnet man den Rest der ausgepressten Zutaten.

Der Tresterbehälter sollte mindestens dem doppelten Volumen vom Saftbehälter entsprechen. Wer schon Orangen oder Zitronen gepresst hat kennt das: Schale und Fruchtfleisch belegen mehr Volumen als man Saft im Glas erhält. Wer eine Saftpresse mit einem großen Saftbehälter und kleinem Trester kauft muß diese Rückstände mehrfach entsorgen. Bei kleinem Saftbehältervolumen und großem Trester wird man ständig den Saft umfüllen.

Ein normales Glas fasst 200ml bis 300ml. Wer 3 Gläser Saft zubereiten möchte braucht daher einen Saftbehälter mit 600ml Volumen. Der Trester sollte dann 1200ml fassen. Mit dieser groben Formel findet man passende Geräte.

Wieviel Watt braucht die Saftpresse

Die Leistungsangaben in Watt bieten eine grobe Einordnung der Saftpresse. Die Leistung in Watt bestimmt mit wieviel Kraft die Saftpresse arbeiten kann. 800 Watt sind mehr als 300 Watt, das ist jedem klar. Aber braucht man 800 Watt? Um ein Gefühl für diese Leistungsangabe zu bekommen hilft ein Vergleich: Der normale Mensch schafft auf dem Fahrrad kurzzeitig 300 Watt. D.h. vereinfacht ausgedrückt können wir mit den Füßen Früchte mit 300 Watt auspressen. Einfach mal auf den Boden stampfen und abschätzen was man damit auspressen könnte.

Ebenfalls gibt es einen Unterschied zwischen Slow Juicer und Zentrifugenentsafter. Die Low Juicer benötigen weniger Leistung da die Schnecke „nur“ pressen muss. Bei den Zentrifugen müssen die Messer mit hoher Drehzahl durch die Zutaten schneiden und nach Außen pressen, daher brauchen diese mehr Leistung.

Schaumfilter, Sieb und Stopfer

Bei Saftpressen mit Zentrifuge sind Schaumfilter ein bekanntes Hilfsmittel um den aufkommenden Schaum abzuschöpfen. Der Schaumfilter nutzt mehr dem Aussehen da der Saft dann keine Schaumkrone besitzt. Aufgrund der Drehgeschwindigkeit und Zentrifugalkraft entsteht Schaum. Das kann man selbst beobachten wenn man Früchte mit der Hand auspresst und dabei schnell zudrückt und loslässt. Wenn man langsam drückt und loslässt entsteht kaum Schaum, daher benötigen Saftpressen mit Schnecke diesen Schaumfilter nicht.

Das Sieb filtert grobe Fruchtstücke aus dem Saft. Wer Saft mit Fruchtstücken oder die Konsistenz sämiger mag kann das Sieb entfernen. Je Feinmaschiger das Sieb desto weniger Fruchtstücke aber desto eher verstopft es. Daher sollte man das Sieb immer gut reinigen für eine hohe Entsaftungsleistung.

Einige Hersteller bieten auch einen Stopfer um Zutaten in der Füllöffnung nachzustopfen. Damit bleiben die Finger weg vom drehenden Messer oder der Walze, praktisch für die sichere Bedienung der Saftpresse.

Reinigung der Saftpresse

Hersteller geben gerne „spülmaschinenfest“ oder „spülmaschinengeeignet“ an. Bitte reinigen sie die Saftpresse immer gründlich mit der Hand. Spülmaschinen reinigen oberflächlich was bei Glas, Keramik und anderen Materialien ohne Ecken und Kanten kein Problem ist. Saftpressen besitzen einige solcher Ecken und wer hier nicht gründlich reinigt züchtet schnell einen Platz aus Keimen und Schimmel.

Die Reinigung dauert etwas. Das sollte man vor dem Kauf einer Saftpresse beachten.

Welche Saftpresse kaufen

Nachdem sie nun die 5 wichtigsten Eigenschaften der Saftpresse kennen lautet die Frage: Welche Saftpresse kaufen? Die beiden Tabellen zeigen verschiedene Saftpressen mit den Eigenschaften für einen schnellen Überblick.

Zentrifugenentsafter

Slow Juicer

Manuelle Saftpressen

Bewertungen von Kunden

4.3 von 5 Sternen 195 Amazon Kunden vergeben 4.3 von 5 Sternen. Bewertungen anzeigen.

Weitere Produkte

Bewertungen von Kunden

4.1 von 5 Sternen 295 Amazon Kunden vergeben 4.1 von 5 Sternen. Bewertungen anzeigen.

Weitere Produkte